Xoco die Katze schnuppert an AnimalScents - naturreine ätherische Öle für Tiere

Ätherische Öle für Tiere – eine Einführung

Zuletzt aktualisiert am 31. Mai 2020

Ätherische Öle für Tiere? Ja, das geht! Und zwar ganz prima!

Meine Katze Xoco hat ätherische Öle von Anfang an mit mir gemeinsam erforscht und auch deswegen habe ich viel über ihre Anwendung gelernt!

Wenn du beginnst, ätherische Öle für Tiere anzuwenden, wirst du einen besonders schönen und dankbaren Aspekt der Aromapraxis und Aromatherapie kennenlernen. Darum möchte ich in diesem Beitrag in die achtsame Verwendung von ätherischen Öle für das körperliche und emotionale Wohlbefinden unserer vierbeinigen Lieblinge einführen. So kannst du als Halterin oder Halter eines Haustiers einen ersten grundlegenden Einblick in die therapeutischen Möglichkeiten erhalten.

Tiere reagieren viel sensibler und unmittelbarer auf den Duft der ätherischen Öle als wir Menschen es tun. Darum wirken diese Geschenke der Natur bei ihnen allerdings auch besonders intensiv. Das können wir nutzen, um ihre Gesundheit zu unterstützen und um sie zu verwöhnen. Um eine sichere Anwendung von ätherischen Ölen zu gewährleisten, sind allerdings eine Reihe von Kenntnissen notwendig, damit du das Tier nicht aus Unwissenheit oder Unachtsamkeit gefährdest.

Vorbemerkung

Bevor wir in das Thema einsteigen, möchte ich darum bitten, die folgenden Hinweise zum selbstverantwortlichen und verantwortungsvollen Umgang mit den Informationen in diesem Beitrag sorgfältig zu lesen:

  1. Verwende bitte nie ätherische Öle bei Tiere, ohne dich vorher genau informiert zu haben. Beachte für dich und die Tiere die Regeln für die sichere Anwendung von ätherischen Ölen und die FAQs zum Thema. Weiter unten werden noch weitere Grundregeln für die Anwendung bei Tieren aufgezählt. Lies sie genau durch und beherzige sie.
  2. Dieser Artikel dient einer ersten Information und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Bitte informiere dich auch über diesen Artikel hinaus, um verantwortungsvolle Entscheidungen treffen zu können. Literaturhinweise findest du am Ende des Beitrags.
  3. Es geht in diesem Artikel weder um (tier-)medizinischen Diagnosen noch um Therapievorschläge. Wenn dein Haustier krank ist, dann suche bitte Tierärztin/Tierarzt oder Tierheilpraktikerin/Tierheilpraktiker auf. Informiere dich über ganzheitliche Angebote in deiner Umgebung, wo du auch die Verwendung von ätherischen Ölen besprechen kannst, wenn du dir über die Anwendung unsicher bist.
  4. Nicht alle ätherischen Öle sind gleich. Es sind noch nicht einmal alles ein ätherisches Öl, wo diese Bezeichnung auf der Flasche steht! Lerne zu erkennen, was ein hundertprozentig naturreines ätherisches Öl therapeutischer Qualität ist. Alles andere kann selbst bei Beachtung der genannten Regeln für dein Tier hoch giftig sein!
  5. Ich kann nur Aussagen über ätherische Öle von Young Living machen, da ich ausschließlich diese verwende und auch nur diese empfehlen kann. Alle Aussagen in diesem Beitrag beziehen sich daher auf die Produkte dieser Firma.

Wenn du die Grundregeln der Anwendung ätherischer Öle beachtest, wirst du die Beziehung zu deinen tierischen Mitbewohnerinnen und Mitbewohnern ganz wundervoll vertiefen können.

Wie wirken ätherische Öle bei Tieren?

Vor allem bei Säugetieren wirken ätherische Öle im Prinzip auf dieselbe Weise wie beim Menschen. Und es werden auch dieselben Techniken angewandt:

  • Einatmen (von deinen Händen, aus dem Diffusor)
  • Vernebeln (in wasser- oder ölbasierten Ultraschall-Diffusoren)
  • Auftragen (Streicheln, Massage, Spray)
  • Einnehmen (Futter, Wasser, Pipette)

Allerdings sind Tiere sehr viel empfindsamer und die Wirkung der Anwendungen tritt häufig sehr viel schneller ein. Aus diesem Grund ist es immer richtig, die Besonderheiten der Gattung bzw. Art als auch des einzelnen Tiers zu berücksichtigen, denn hier gibt es selbstverständlich große Unterschiede. Sowohl was die zu wählenden Öle als auch was ihre Anwendungsweise und ihre Dosierung betrifft.

So ist nachvollziehbar, dass das Einatmen von ätherischen Ölen bei Hunden sehr intensiv wirkt – immerhin haben sie einen enormen Geruchssinn! Und wenn wir die Individualität unsere Katze zu schätzen wissen, wird es uns nicht wundern, dass auch ihr Geschmack in Sachen Düfte sehr eigenwillig sein kann. Pferde sind hoch sensible Tiere, sie haben eine ganz besonders ausgeprägte Fähigkeit zu wissen, welches ätherische Öl gerade gut für sie ist.

Auch bei Vögeln, Reptilien und sogar Fischen sind ätherische Öle schon mit Erfolg angewendet worden. Darauf werde ich in diesem Beitrag aber nicht näher eingehen – da verweise ich auf die Literatur am Ende des Artikels.

Die Anwendungsgebiete für die Anwendung ätherischer Öle bei Tieren sind so vielfältig wie bei uns Menschen: ob es “nur” um ihr allgemeines Wohlbefinden geht oder ob körperliche bzw. emotionale “Wehwehchen” gelindert werden sollen, ob die Immunabwehr gestärkt, Zecken ferngehalten, Aufregung beruhigt oder die “Reisekrankheit” vermieden werden soll. Die Liste lässt sich noch lange fortsetzen und es gibt inzwischen schon einen reichen Fundus an Erfahrung mit der Anwendung ätherischer Öle therapeutischer Qualität bei Tieren.

Wann sind Aroma-Anwendungen bei Tieren sinnvoll?

Wenn das Tier gezeigt hat, dass es ätherische Öle mag, dann ist es sinnvoll, dass es immer wieder in Kontakt damit bleibt. So wie auch wir die ätherischen Öle zum Beispiel regelmäßig vernebeln oder in unsere Morgenroutine einbauen! Beobachte dein Tier genau, wenn du es in Kontakt mit ätherischen Ölen bringst (auch in den Folgetagen). Das hilft dir, verantwortungsvoll zu entscheiden, was deinem kleinen bzw. großen Liebling gut tut.

Auch die Tiere selbst treffen manchmal recht offensichtlich eine Entscheidung! Hund zeigen ihre Vorfreude häufig schon sehr deutlich an, wenn du nur ein Ölfläschchen in die Hand nimmst. Meine Katze Xoco begibt sich hingegen in Sicherheit, wenn ich morgens meine Füße mit Zitronenöl einreibe. Und mit Recht, denn Zitrusöle sollte man von Katzen fernhalten. Wenn ich ihr hingegen Jasmin Absolue hinhalte, bekommt sie einen geradezu verliebten Blick… Und Pferde, die als Pflanzenfresser sowieso eine sehr viel engere Beziehung zu den ätherischen Ölen aufbauen können, suchen sich “ihr” Öl des Tages sogar selbst aus, wenn du ihnen eine Auswahl hinstellst!

Und dann gibt es selbstverständlich eine Reihe von Situationen, bei denen es praktisch ist, ein ätherisches Öl zur Hand zu haben: ob es darum geht, das Fell ungemütlich für Zecken zu machen, das Tier in der laut böllernden Silvesternacht zu beruhigen, die Verdauung zu unterstützen oder strapazierte Haut und das Fell zu pflegen – mit ätherischen Ölen lässt sich da sehr viel machen – ganz ohne giftige Chemikalien, synthetische Stoffe und andere schädliche Dinge. Wichtig dafür ist, dass die Grundregeln für die sichere Anwendung der Öle beherzigt werden.

Grundregeln für die sichere Anwendung ätherischer Öle bei Tieren

Gewöhne das Tier langsam und behutsam an ätherische Öle

Wenn du deinen Haustieren (oder auch Hoftieren) ätherische Öle nahebringen möchtest, dann gehe dabei langsam und behutsam vor. Das ist der Schlüssel für die erfolgreiche Anwendung der aromatischen Stoffe bei Tieren! Vermeide eine hektische Stimmung und dränge das Tier nicht zu den Ölen. Sie werden besser auf die Öle reagieren, wenn du entspannt bist. Außerdem sollte ein erster schlechter Eindruck vermieden werden, da so ganz schnell eine Aversion gegen die ätherischen Öle entstehen kann. Viele Tiere haben ein elefantöses Gedächtnis und es kann dann sehr lange dauern, bis das Tier diese Aversion überwindet.

Tipp: Verwende selbst ätherische Öle, um die Tiere an Duft und Wirkung zu gewöhnen

Wenn du ätherische Öle selbst verwendest und sie in zunächst geringen Mengen auf deine eigene Haut aufträgst, kann das Tier sich langsam an den Duft gewöhnen. Dies ist die beste Art, deinem Lieblingsgefährten die ätherische Öle vorzustellen!

Sei achtsam und beobachte, wie das Tier auf diesen Eindruck reagiert. Merke dir, ob es Vorlieben oder Aversionen hat. Solltest du irgendwann einmal ätherische Öle als “Erste Hilfe” einsetzen müssen, weißt du auf diese Weise gleich, mit welchen Ölen du arbeiten kannst, ohne das Tier zusätzlich zu stressen. Und ganz wichtig: Bleibe selbst immer ruhig und bedacht.

Meine Xoco ist natürlich ganz Katze und entsprechend eigen. Sie schnuppert zwar an jedem neuen Öl und ist immer eine hilfsbereite Testerin, aber… Ich muss es ehrlich sagen, sie ist in Sachen ätherische Öle eine kleine Diva. Sie mag eigentlich nur zwei oder drei Öle bzw. Absolues richtig gerne: Jasmin, die Mischung “The Gift” von Young Living und neuerdings hat sie auch Rose für sich entdeckt. Vornehm geht die Welt zugrunde, kann man dazu nur sagen… Weihrauch und Copaiba (mein absoluter Liebling) findet sie auch ganz in Ordnung.

Anfangs habe ich Xoco ein neues Öl-Fläschchen einfach unter die Nase gehalten. Das tue ich schon lange nicht mehr. Hier ein guter Trick, um die Intensität des Geruchs für feine Tiernasen zu reduzieren: Halte dem Tier einfach den Deckel des Fläschchens hin! So kann es sich langsam annähern. Überhaupt sollten Tiere immer einen Rückzugsort haben, wenn man mit ätherischen Ölen arbeitet.

Die richtige Dosierung: verdünnen, verdünnen, verdünnen!

Zunächst einmal ist zu beherzigen, dass man mit einer sehr geringen Dosis beginnt. Bei ätherischen Ölen therapeutischer Qualität ist ein Tropfen meist schon SEHR viel. Für Kleintiere, kleine Hunde und Katzen wird dafür die “Zahnstocher-Methode” empfohlen: so kannst du Dosierungen erreichen, die geringer als ein Tropfen sind.

Da aber auch diese geringe Dosis noch in einem Trägeröl verdünnt werden sollte, habe ich – vor allem durch das Kochen mit ätherischen Ölen – eine andere Methode gefunden, die meines Erachtens die genaue Dosierung sehr erleichtert: Gib das Trägeröl, das du zur Verdünnung verwendest, in einen Eierbecher und füge hier zunächst nur einen Tropfen des gewählten ätherischen Öls oder der Ölmischung hinzu. Wenn auch dies noch zu intensiv ist, kannst du dieses Gemisch nun noch einmal weiter mit Trägeröl verdünnen und dann nur die Menge nehmen, die du benötigst. Den Rest kannst du aufbewahren oder bei dir selbst verwenden.

Was ist ein Trägeröl? Trägeröle sind fette Öle und in der Regel die Öle, die du in der Küche oder für deine Naturkosmetik verwendest. Ätherische Öle sind nämlich – chemisch betrachtet – gar keine Öle, aber sie lösen sich in Öl. Das Schöne ist, dass viele Trägeröle ebenfalls heilsame Wirkstoffe sowie Nährstoffe enthalten. Bedenke aber, dass du ein Trägeröl wählst, das keinen intensiven Eigengeruch hat. Olivenöl ist daher meines Erachtens zum Beispiel weniger geeignet als Mandelöl.

Wichtig ist auch, dass du kaltgepresste, native pflanzliche Öle verwendest. Also auch hier auf höchste (Bio-)Qualität achten! Ich empfehle als Trägeröl die V6-Mischung von Young Living. Dieses ist eine Mischung aus sechs pflanzlichen Trägerölen, entspricht wie die ätherischen Öle der Saat-zu-Siegel-Qualität von Young Living und ist weitgehend geruchsneutral.

Neben V-6 verwende bzw. empfehle ich folgende Trägeröle:

  • Mandelöl
  • Kokosöl
  • Jojobaöl
  • Leinöl

Bitte informiere dich auch hier genau, ob das Öl für dein Tier verträglich ist. So enthält Avocado zum Beispiel Persin, das giftig für Hunde, Katzen, Schafe und andere Tiere ist. Darum empfehle ich kein Avocado-Öl, weil ich nicht weiß, ob es auch Persin enthalten kann. Bemühe einfach die Suchmaschine: “Öl xy giftig für Tier z?” – da wirst du schnell fündig und kannst dir ein Bild machen.

Außerdem sind selbstverständlich die Angaben zur Dosierung zu beachten, da diese von vielen Faktoren abhängt.

Welches ätherische Öle kann ich für Tiere verwenden?

Die erste Faustregel lautet selbstverständlich “Verwende bei deinen Tieren kein Öl, das du nicht auch selbst verwenden würdest”.

Darüber hinaus ist es aber wichtig, dass du a) genau liest und beherzigst, was auf den Etiketten der ätherischen Öle steht, b) dich in Sachen ätherische Öle selbst gut informierst, c) du weißt, welche ätherischen Öle dein Tier verträgt bzw. vor allem, welche du unbedingt vermeiden solltest. Weiter unten findest du eine (unvollständige) Liste, mit der du erst einmal loslegen kannst.

Besondere Achtsamkeit ist bei Katzen geboten

Bei Katzen ist es ganz besonders wichtig, sich vorher gut zu informieren. Als Halterin weißt du sicher schon, dass ihnen ein wichtiges Enzym (Glucuronyltransferase) fehlt, das wir Menschen oder andere Tiere haben. Daraus folgt, dass einige Stoffe hoch toxisch und lebensgefährlich für Katzen werden können, weil Leber und Niere sie nicht verarbeiten bzw. ausscheiden können. Dazu gehören neben Schokolade (Theobromin) und Birkenzucker (Xylit), die beide auch für Hunde giftig sind, auch bestimmte ätherische Öle.

Können ätherische Öle giftig für Tiere sein?

Wenn du bis hierher gelesen hast, dann weißt du, wie sorgsam du die ätherischen Öle bei Tieren (und selbstverständlich auch bei Menschen, vor allem Menschenkindern) anwenden solltest. Und du wirst im Internet und in den Medien über sehr viele Warnungen vor ätherischen Ölen stolpern. Und ja, es gibt ätherische Öle, die bei Tieren (und übrigens auch bei Menschen) giftig wirken können – vor allem, wenn sie innerlich eingenommen werden.

Bei Tieren ist besondere Vorsicht geboten, da sie ja ggf. ihr Fell ablecken, wenn es mit ätherischen Ölen eingerieben wird. Das kann, muss aber nicht therapeutisch gewollt sein…

Dennoch ist es hier wichtig, sich nicht einschüchtern zu lassen. Wenn du weißt, wie du ein hochwertiges ätherisches Öl therapeutischer Qualität von den vielen nicht naturreinen, nicht sortenreinen, den synthetisch durchsetzten, billig hergestellten, mit Pestiziden verseuchten Produkten auf dem Markt unterscheiden kannst (und auch musst!), kannst du verantwortungsvoll entscheiden, was geht und was nicht geht. Bitte berate dich immer mit Tierärztin, Tierheilpraktikerin oder Tieraromatologin, wenn du dir nicht sicher bist!

Auf die (therapeutische) Qualität kommt es an!

Ich selbst arbeite ausschließlich mit ätherischen Ölen von Young Living und bin sorgsam mit der Dosierung. “Viel hilft viel” ist hier nicht angesagt! Und minderwertige Öle verursachen – vor allem bei Katzen – mehr Schaden, als sie nutzen!

Ein Öl, vor dem immer gewarnt wird, ist Wintergrün-Öl. Und es wird zu Recht davor gewarnt, da fast alle Wintergrün-Öle auf dem Markt rein synthetisch sind und als Aromastoffe (z. B. in Kaugummi) eingesetzt werden. Und selbst natürliches Wintergrün-Öl gibt es in sehr unterschiedlicher Qualität! So beschreibt Maria Schasteen in ihrem Buch “Duftmedizin für Tiere” am Beispiel dieses Öls, wie wichtig es ist, dass “alle Spieler im Orchester” einer Pflanze, also alle ihre wirksamen Bestandteile, zusammenarbeiten und nicht isoliert werden. So hat Wintergrün-Öl nur eine positive Wirksamkeit, wenn zwei ihrer wichtigen “Orchester-Spieler”, Methylsalicylat UND Salicylsäure, zusammenwirken.

Maria Schasteen berichtet jedenfalls, dass es durchaus Tiertherapeutinnen gibt, die Wintergrün (selbstverständlich hoch verdünnt) erfolgreich bei Tieren anwenden. Doch auch sie empfiehlt, so wie ich es hiermit tue, tiertherapeutisches Fachpersonal zu Rate zu ziehen.

Selbst bei einem so sanften – wenn auch hoch wirksamen – Öl wie Lavendelöl, musst du darauf achten, dass es sich um naturreines Lavandula angustifolia handelt und nicht um Lavandin, das auch als “Lavendelöl” verkauft wird. Von synthetischen Kopien ganz zu schweigen! Diese können bei Tieren zu schwere gesundheitlichen Schäden führen.

Bei welchen Ölen ist besondere Achtsamkeit geboten?

Hier eine (unvollständige!) Liste von ätherischen Ölen, die du nicht oder nur unter tierärztlicher Aufsicht verwenden solltest:

  • Teebaum (Melaleuca-Arten)
  • Wintergrün
  • Oregano und andere “heiße” Öle
  • Pfefferminze
  • Zimt
  • Cassia

Achtsamkeit ist auch bei photosensitiven Ölen (wie den Zitrusölen) geboten, wenn die Öle auf die Haut aufgetragen werden und das Tier direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist! Bei Katzen sollten Zitrusöle insgesamt vermieden werden!

Wann sollte ich die Verwendung von ätherischen Ölen bei Tieren vermeiden?

Keine ätherische Öle sollten angewendet werden, wenn das Tier

  • unter Epilepsie oder Anfällen leidet,
  • jünger als 10 Wochen ist oder
  • ätherische Öle ganz offensichtlich ablehnt.

Der Tierarzt bzw. die Tierärztin sollte besonders dann hinzugezogen werden, wenn dein Tier

  • trächtig ist oder säugt,
  • ätherische Öle im Wasser oder in der Nahrung verabreicht werden sollen und
  • dein Haustier schon im Seniorenalter ist oder (chronische) gesundheitliche Beschwerden hat.

Darüberhinaus sollten ätherische Öle nie auf die Schnauze oder Nase, in und um die Augen, die Schleimhäute oder andere sensible Bereiche aufgetragen werden!

So, nun sind wir – endlich! – so weit, uns den erfreulichen Dingen zuzuwenden!

Ätherische Öle, die sich gut bei Tieren einsetzen lassen

Es gibt Situationen, die bei allen oder vielen Tierarten auftauchen können. Hier helfen dann meist auch bei allen Tieren dieselben ätherischen Öle wie bei uns. Die Art der Anwendung und die Dosierung ändert sich allerdings – abhängig von Tier, Alter des Tiers, bekannte Reaktionen des Tiers auf ätherische Öle usw.

Die kleine “Haus-Apotheke” für Haustiere

Es gibt eine Reihe ätherischer Öle und Ölmischungen therapeutischer Qualität, die du in deinem Haushalt parat haben solltest. Mit diesen Essenzen bist nicht nur du, sondern sind auch deine tierischen Mitbewohner in (fast) jeder Situation gut versorgt. Hier eine Auswahl:

  • Lavendel (Lavandula angustifolia): Das “Schweizer Taschenmesser der ätherischen Öle” ist auch für Tiere hervorragend geeignet. Es unterstützt die Haut, kann als Raumspray verwendet werden und hilft Tieren, die zu Nervosität und Hyperaktivität neigen.
  • Copaiba (Copaifera reticulata): Meine persönliche Geheimwaffe für und gegen alles und jedes! Ob Haut, Magen-Darm, Immunsystem – dieses ätherische Öl kann jedes Körpersystem unterstützen. Es ist sanft und gleichzeitig stark in der Wirkung!
  • Weihrauch (Boswellia carterii): Auch dieses Öl kann die Haut prima unterstützen. Außerdem wirkt es beruhigend auf Körper und Emotionen.

DiGize, R. C. und Purification sind ätherische Ölmischungen, die besonders dann in die tierische “Haus-Apotheke” gehören, wenn darin (noch) keine Animal Scents® enthalten sind (siehe nächster Abschnitt). DiGize unterstützt das Verdauungssystem, R. C. die Atmung und Purification hat noch jede Zecke (oder sonstige “Viecher”) verjagt.

Hier kann man sehen, dass die meisten ätherischen Öle, die auch in unsere Haus-Apotheke gehören, ebenfalls für Tiere bestens geeignet sind. Nur eben deutlich stärker verdünnt. Alle oben genannten Öle und Ölmischungen sind im Premium Starter-Set enthalten. Dieses Kennenlern-Set ist die günstigste Möglichkeit, sich mit den wichtigsten ätherischen Ölen therapeutischer Qualität auszustatten.

Für Tiere gibt es jetzt auch die Animal Scents® – fünf ätherische Ölmischungen für die wichtigsten Anwendungen bei Haustieren.

Animal Scents®: Ätherische Ölmischungen – liebevoll für Haustiere entwickelt

Die Animal Scents® sind ätherische Ölmischungen, die speziell für die Bedürfnisse von Haus- und Nutztieren komponiert wurden. Sie sind bereits in einem Trägeröl verdünnt. Diese Mischungen haben sich schon jahrelang in der Praxis bewährt und sind nun auch in Europa erhältlich. Selbstverständlich enthalten sie nur naturreine ätherische Öle mit einem Trägeröl und keine synthetische Duft-, Konservierungs- oder Farbstoffe.

  • Animal Scents® Pet Fresh: Trotz aller unserer Bemühungen treiben unsere Haustiere immer wieder Schabernack, oder? Wenn ihre Abenteuer allzu wild waren, hilft Pet Fresh ihnen dabei, sich wieder zu erholen. Es kann helfen, kleine Kratzer zu lindern und unterstützt die Haut mit der Kraft der ätherischen Öle Myrrhe, Dorado Azul, Patchouli und Oregano.
  • Animal Scents® PuriClean: Dein Haustier liebt es wahrscheinlich, mit dir und anderen Familienmitgliedern zu spielen. Wenn es dabei etwas zu wild wird, dann greife zu PuriClean, und hilf so, das Tier zu beruhigen, damit es zu seinem natürlichen verspielten Selbst findet. Diese Mischung reinigt und klärt die Haut, beruhigt kleine Hautirritationen und unterstützt ganz allgemein das Wohlbefinden deines Haustieres durch ätherische Öle wie Patchouli, Lavendel, Bergbohnenkraut, Palo Santo und Citronella.
  • Animal Scents® Pet Renew: Wenn dein Haustier nach einem langen Abenteuer im Freien wiederkommt, spende seiner Haut mit dieser Ölmischung Feuchtigkeit. Sie hilft die Haut zu beruhigen, hilft das gesunde Aussehen von Haut und Fell zu verbessern und kreiert ein erhebendes aromatisches Umfeld. Die kraftvollen ätherischen Öle Geranie, Lavendel, Ysop und Weihrauch unterstützen das Wohlbefinden deines Lieblings.
  • Animal Scents® Pet Care: Diese Mischung vereint einige der besonders hilfreichen ätherischen Ölmischungen von Young Living wie Harmony, Trauma Life und Peace & Calming. Sie basieren auf Aromen, die bekannt für ihre sowohl erhebenden als auch beruhigenden Eigenschaften sind. Damit schaffst du ein beruhigendes Umfeld für dein Haustier. Die Mischung unterstützt ein Gefühl von Balance und Erdung, hilft die Stimmung zu heben und Gefühle der Freude zu empfinden – mit den ätherischen Ölen Mandarine, Lavendel, Kamille, Sandelholz und Weihrauch.
  • Animal Scents® Inner Balance: Diese Mischung kombiniert die beruhigenden Eigenschaften von Ingwer, Anis und Pfefferminze. Sie hilft, Gefühle des Unbehagens zu vertreiben. Trage es sanft auf den Bauch des Tieres auf. Neben den genannten Ölen enthält es noch die “Bauch-Öle” Kreuzkümmel und Grüne Minze.

Animal Scents® ist eine registrierte Marke von Young Living.

Wie man ätherische Öle bei Tieren anwenden kann

In diesem Abschnitt möchte ich dir einen Eindruck von den vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten für ätherische Öle bei Tieren vermitteln. Während du einfache Anwendungen zur Unterstützung der Gesundheit deines Tieres unter Beachtung der oben ausgeführten Hinweise selbst ausführen kannst, sind Behandlungen von schwereren Verletzungen, Erkrankungen und anderem den Tier-Aromatherapeutinnen und -therapeuten bzw. Tierärztinnen und -ärzten vorbehalten. Im Zweifelsfall immer das Fachpersonal hinzuziehen! Wenn dieses mit holistischer Tiermedizin vertraut ist, dann kennt es auch viel mehr Anwendungsgebiete für ätherische Öle!

Anwendungsfelder für die Arbeit mit ätherischen Ölen

Der Fachliteratur kann man entnehmen, dass es (mindestens) bei folgenden Tierarten bereits positive Erfahrungen mit dem Einsatz von ätherischen Ölen gibt:

  • Hunde
  • Pferde
  • Vögel
  • Katzen (mit den oben genannten Einschränkungen)
  • Kaninchen und Hasen
  • Meerschweinchen
  • Ratten und Mäuse
  • Hamster
  • Rinder
  • Schweine
  • Hühner
  • Lamas und Alpacas
  • Wild (Rehe, Hirsche, Bisons, Buffalos, Wildschweine, Waschbären usw.)
  • Zootiere und ihre wilden Artgenossen (Elefanten, Zebras usw. usf.)
  • Fische (niemals ätherische Öle ins Aquarium geben, bitte informieren!)
  • Reptilien (keine ätherische Öle ins Terrarium geben, bitte informieren!)

Tier- und Viehhalter und -halterinnen haben gelegentlich auch mit Tieren zu tun, denen man sich aufgrund von Erkrankungen, Ungebärdigkeit, Wildheit usw. nicht sicher annähern kann. Auch für diese Fälle gibt es Anwendungen mit ätherischen Ölen, die für alle Beteiligten, Mensch und Tier, hilfreich sind.

Die folgende Liste ist eine Auswahl von Situationen, Diagnosen oder möglichen Gesundheitsproblemen bei Tieren, bei denen erfolgreiche Anwendungen oder Behandlungen mit ätherischen Ölen dokumentiert sind. Fett gedruckt sind diejenigen, die du in der Regel selbst bei deinen Tieren umsetzen kannst. Dazu gleich mehr. Bei Erkrankungen ist immer ein Tierarzt- oder eine -ärztin bzw. Tierheilpraktiker/-in zu konsultieren. Auch ist dies keine Aussage darüber, ob bei der Behandlung ätherische Öle von Young Living verwendet wurden oder nicht.

  • Arthritis
  • Beruhigung
  • Blutung
  • Entzündung
  • Erkältung und Grippe
  • Fellgesundheit
  • Flöhe und andere Parasiten
  • Geburt (ohne Komplikationen)
  • Hautkrebs
  • Insektenschutz
  • Knochen (Schmerzen, Brüche)
  • Koliken
  • Mineralienmangel
  • Nervöse Angstzustände
  • Ohrmilben
  • Schmerzen
  • Sehnen und Bänder
  • Sinus-Probleme
  • Trauma
  • Tumore und Krebs
  • Verdauungsprobleme
  • Wunden
  • Würmer und Parasiten
  • Zecken

Anwendungsbeispiele mit Dosierung

Hier nun einige Beispiele, die du mit den oben genannten ätherischen Ölen und Ölmischungen selbst ausprobieren kannst.

Wenn ein Verdünnungsverhältnis angegeben ist, ist dieses nur eine Empfehlung. Selbst innerhalb einer Art kann jedes einzelne Tier unterschiedlich auf ein ätherisches Öl reagieren. Als großen Tier gilt beispielsweise ein Pferd oder ein Rind, als mittelgroßes Tier ein Hund oder ein Reh, als kleines Tier eine Katze, ein Kaninchen oder ein kleiner Hund, als sehr kleines Tier ein Meerschweinchen oder ein Hamster.

Die oben erläuterten Regeln und der gesunde Menschenverstand sollte Anwendung finden.

Beruhigung

Zur Beruhigung eines aufgeregten oder ängstlichen Tieres empfiehlt sich die Anwendung von Lavendel und Pet Care. Tiere reagieren schnell und gut auf beruhigende Düfte. Meist besser als wir Menschen!

Lavendel lässt sich hervorragend in Haus, Wohnung oder Stall mit einem Ultraschall-Diffuser vernebeln (im Premium Starter-Kit enthalten). Besonders für die Verwendung im Stall kann man alternativ auch ein Spray herstellen, indem man zum Beispiel 10 Tropfen Lavendel in eine 250-ml-Sprühflasche mit Wasser gibt. Vor jedem Gebrauch schütteln. Bitte nur Sprayflaschen aus Glas oder Edelstahl verwenden, da ätherische Öle Plastik und Kunststoff angreifen und diese schädlichen Stoffe dann in die Atemwege oder den Blutkreislauf gelangen können.

Außerdem kann man Lavendel topisch auftragen: Gib zwei bis drei Tropfen in deine Hände und verreibe das ätherische Öl bis kein dicker Ölfilm mehr auf deinen Händen ist. Nun kannst du das Tier mit deinen duftenden Händen streicheln. Eine Verdünnung ist bei Lavendel in der Regel nicht erforderlich. Bei Katzen ist zu beachten, dass diese unbedingt vorher an den Duft gewöhnt sein und sie in mögen sollten. Das gilt insbesondere deswegen, weil das Fell von Katzen Duftstoffe extrem lange hält.

Animal Scents® Pet Care (siehe oben) ist ebenfalls für die äußerliche, topische Anwendung gedacht. Beginne damit, einen Tropfen hinter die Ohren deines Tieres aufzutragen. Bei kleineren Tieren wird eine Verdünnung empfohlen. Vor der ersten Anwendung teste, ob das Tier die Mischung verträgt und sich zum Beispiel die Haut nicht rötet. Du kannst einen AromaGlide Roll-on-Aufsatz verwenden, um Pet Care auf die Unterseite der Pfoten oder auf die Flanken des Tieres aufzutragen. Auch hier gilt: Bei Pferden und anderen Großtieren bietet sich die Herstellung eines Sprays an.

Empfohlenes Verdünnungsverhältnis mit Young Living V-6® Trägerölmischung (Alternativen siehe oben):

  • Kleine Tiere: 4:1
  • Mittelgroße Tiere: 3:1
  • Große Tiere: 1:1

Gesundheit von Haut und Fell

Wenn die Haut deines Lieblings irritiert ist oder kleine Kratzer hat, weil es mal wieder zu wild gespielt hat, dann kannst du die Haut-Öle aus der Reihe Animal Scents® anwenden:

PuriClean: Ob Pferd oder Kaninchen – diese ätherische Ölmischung für Tiere ist wunderbar für die Haut des Tieres. Es pflegt die Haut – auch, wenn sie kleine Kratzer abbekommen hat (oder ähnliches). Dann ist dies auch das erste Öl, das zur Anwendung kommt – bei Bedarf gefolgt von Pet Fresh und zuletzt Pet Renew.⁣ Das ist wie eine kleine Kur nach besonderen Strapazen.

Besonders wenn du es bei kleinen Tieren verwendest, sollte es weiter verdünnt werden. Reibe es in deinen Händen auf, bis diese nicht mehr glänzen, und streichele das Tier hinter den Ohren, auf dem Bauch oder wie das Tier es zulässt. ⁣

PuriClean ist auch besonders geeignet, um für ein gesundes, glänzendes Fell zu sorgen!

Du kannst diese Ölmischungen so anwenden wie Pet Care (siehe oben). Auch das Verdünnungsverhältnis ist gleich:

  • Kleine Tiere: 4:1
  • Mittelgroße Tiere: 3:1
  • Große Tiere: 1:1

Schutz vor Insekten

Die meisten Insekten haben eine natürliche Aversion gegen ätherische Öle. Das lässt sich auch damit erklären, dass die Öle von den Pflanzen unter anderem auch deswegen produziert werden, um Insektenbefall abzuwehren. Hier einige Beispiele, wie du Tiere vor Insekten schützen kannst:

Ohrmilben: Benetze ein Wattestäbchen mit der Mischung Purification oder mit Pfefferminze und streiche das vordere innere Ohr sanft ab. Das Wattestäbchen bitte nicht in den Gehörgang einführen! Bei starkem Ohrmilbenbefall (zum Beispiel bei geretteten verwilderten Tieren) unbedingt den Tierarzt aufsuchen.

Zecken: Gib einen Tropfen Pfefferminze direkt auf die Zecke. Warte ab, bis sie den Kopf freigibt. Nun kannst du sie ganz leicht mit der Zeckenpinzette entfernen.

Insektenspray zur Abwehr: Gib 10 Tropfen Pfefferminze und/oder Purification in eine 250-ml-Sprühflasche und fülle sie mit Wasser auf. Vor jedem Gebrauch schütteln. Nicht in die Augen sprühen!

Aromaberatung für Tiere

Auf Nachfrage berate ich auch in der Anwendung ätherischer Öle bei Tieren. In meiner Aroma-Beratung für dein Haustier erstelle ich keine Diagnosen und mache keine Therapievorschläge bei erkrankten Tieren. Gerne gebe ich in der Beratung aber Hinweise dazu, was mit den Tierärztinnen und Tierheilpraktikerinnen im Hinblick auf die Anwendung von ätherischen Ölen besprochen werden kann.

Wenn ein Tier es zulässt, kann es auch mit dem iTOVi gescannt werden, um zu erfahren, welches ätherische Öl gerade gut für das Tier ist.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die meisten Tiere sehr dankbar sind, wenn sie mit ätherischen Ölen sanft verwöhnt werden. Ganz besonders “ansprechbar” sind pflanzenfressende Tiere – sie wissen, was gesund ist! Ob Pferd oder Kaninchen – diese Tiere sind oft auch in der Lage, sich “ihr” ätherisches Öl selbst auszusuchen, das ihnen gerade gut tut.

Wenn du Vorsicht, Sorgfalt und den gesunden Menschenverstand walten lässt, werden die ätherischen Öle dazu beitragen, dass sich deine Beziehung mit deinem Haustier auf wunderschöne Art vertieft. Ich wünsche dir dabei viel Spaß!

Übrigens: Bestellst du deine ätherischen Öle noch nicht selbst? Dann bist du hier auf der Anmeldeseite meines Shops richtig!

Quellen und weitere Literatur

  • Maria L. Schasteen (2019): Duftmedizin für Tiere. Ätherische Öle und ihre therapeutische Anwendung im Tierreich. 2. Auflage. Amerang: Crotona.
  • Dr. Melissa Shelton … Essential Oils for Animals Desk Reference. LSP.
  • https://www.itovi.com/scanning-your-pets-with-itovi/

Ich hoffe, du konntest in dieser Einführung einen ersten Eindruck gewinnen, wie du ätherische Öle sicher und nutzbringend für die Tiere in deinem Haushalt anwenden kannst. Hast du ein Haustier? Und mögen sie ätherische Öle? Schreibe dazu gerne etwas in die Kommentare. Auch Fragen dazu kannst du gerne stellen!

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